DRM – Digital Rights oder Digital Restriction?

Die Einhaltung der Urheberrechte ist in unserer digitalisierten Welt zu einer grossen Herausforderung geworden. Urheber und Produzenten sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten ihre Rechte durchzusetzen um eine gerechte Entlohnung für ihre Arbeit zu erhalten.

Ein solcher Lösungsansatz sind die Digital Rights Management Systeme, sie bieten einen elektronische Möglichkeit den Zugriff auf Inhalte zu reglementieren. Es soll helfen die Nutzung der Daten nur im gesetzlichen Rahmen zu ermöglichen, in dem der Nutzer nicht mehr die Daten selbst ersteht sondern nur die Nutzungsrechte. DRM eignet sich vor allem für digitale vorliegende Inhalte, wie Bilder, Musik, Software und Bücher.

Die Kritik an DRM-Systemen ist gross. So lassen sich legal gekaufte, DRM geschützte Titel nicht auf allen Endgeräten abspielen nur auf solchen, die das jeweilige DRM auch unterstützen. Dies führt zu einer Einschränkung des freien Marktes, es zwingt den Verbraucher sich an ein Anbieter zu binden. DRM-Systeme schränken die Ausnahmeregelungen des Urheberrechts ein, durch den Kopierschutz wird die gesetzlich erlaubte Privatkopie verunmöglicht, genauso wie Kopien für den Ausbildungsrahmen. Auch für Bibliotheken, Museen und Archive ist das DRM eine Herausforderung, sie sind auf die Langlebigkeit der Daten angewiesen, was eine Sicherung auf unterschiedlichen Datenträgern erfordert, darum benötigen sie uneingeschränkte Kopiermöglichkeiten. Hinzu kommt, dass die DRM geschützten Dateien von einem Unternehmen abhängig sind, geht es Konkurs oder stellt es die Unterstützung des DRM ein, bleiben die Daten für alle unzugänglich. Neben der Kopierbarkeit ist auch der Datenschutz ein stark kritisierter Punkt des DRM. Durch die Speicherung von Personenbezogenen Daten, die bei der Produkte- und Inhaltsfreischaltung erhoben werden, können Benutzerprofile erstellt werden. Diese lassen sich mit personenbezogenem Marketing kommerziell ausnutzen, was gegen das bestehende Datenschutzrecht verstösst.

Erster kommerzieller Nutzer eines DRM-System war 2003 der iTunes Music Store von Apple. Doch die DRM-Systeme in der Musikindustrie scheiterten, auf Druck von den Verbrauchern musste iTunes den DRM Schutz 2009 bei Musiktiteln aufheben (Jüngling, 2009). Weit verbreitet ist der DRM-Schutz auf dem E-Book Markt, besonders die Adobe Digital Edition wird von vielen Anbietern verwendet, da er, neben anderen Vorteilen, die Gerätewahl nicht einschränkt. Doch auch die ADE muss sich Kritik gefallen lassen, er kürzlich hat sie einen Umstiegszwang auf die neue Version angekündigt. Was bedeutet, dass ältere E-Reader nicht mehr mit aktuellen E-Books bespielt werden können. Doch Adobe musste auf Grund des grossen Drucks einlenken und unterstützt auch weiterhin die ältere Version.

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